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Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)

Die Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) gehört zu den häufigsten kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen. Sie ist gekennzeichnet durch Konzentrationsprobleme, impulsives Verhalten und motorischer Unruhe. Diese drei Kernsymptome müssen in verschiedenen Situationen (z.B. Schule, Familie, Untersuchungssituation) für mindestens 6 Monate vorhanden sein und mit einer Beeinträchtigung der Entwicklung des Kindes und/oder seiner sozialen Bezugsrahmens einhergehen.

Die Diagnose muss von einem erfahrenen Arzt oder Psychologen nach einer Liste von Symptomkriterien gestellt und sorgfältig von anderen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten abgegrenzt werden (sog. Differentialdiagnose). Dabei ist es wichtig, dass das Kind gründlich untersucht, die Entwicklung und die aktuellen Probleme genau erfragt und auch die Einschätzung anderer Personen (z.B. Lehrer) berücksichtigt werden. Bei über 60% der betroffenen Kinder finden sich noch weitere Erkrankungen (z.B. Legasthenie, Tics, emotionale Probleme), die erkannt und gegebenenfalls behandelt werden sollten (sog. Komorbidität).

Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird eine Empfehlung für eine individuell auf das Kind ausgerichtete Multimodalbehandlung gegeben. Auf Wunsch und je nach verfügbaren Möglichkeiten kann diese auch in unserer Ambulanz bzw. der Spezialsprechstunde durchgeführt werden.

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